2020

Coronomics: Nach dem Corona-Schock: Neustart aus der Krise (German Edition)

by Daniel Stelter

★★★★★

EU erfolgreich in die Zukunft zu führen. Die Reformagenda sollte beinhalten: Steigerung des Wirtschaftswachstums durch Strukturreformen, die diesen Namen verdienen. Weitere zehn Jahre, in denen die EU die selbstgesteckten Ziele nicht erreicht, können wir uns nicht leisten. Priorität auf der Schaffung von Wohlstand durch Ändern der politischen Agenda der EU. Das heutige Zielsystem fokussiert auf Regulierung, Planwirtschaft (siehe Klimapolitik) und Unterdrücken von Wettbewerb. Dezentralisierung statt Zentralisierung von Entscheidungen in Europa. So viel Subsidiarität wie möglich. Programm zur Rückführung von Aufgaben auf das Niveau der Nationalstaaten. Bund von Nationalstaaten statt Superstaat durch Aufgabe der Idee der zunehmenden Zentralisierung. Die Bürger müssen wieder mehr an Entscheidungen beteiligt werden. Mehr statt weniger Wettbewerb zwischen den Mitgliedsländern. Es muss sich lohnen, Initiative zu ergreifen und den eigenen Standort zu stärken. Gerade der intensive Wettbewerb der Länder Europas in den vergangenen Jahrhunderten war ein Grund für den wirtschaftlichen Aufstieg der Region. Wirksame Begrenzung der Zuwanderung durch Schutz der Außengrenzen und Orientierung der Zuwanderungspolitik an den eigenen ökonomischen Interessen. Demokratisierung der Institutionen. Es kann nicht sein, dass die Stimmen der einzelnen Bürger im EU-Parlament unterschiedliche Gewichte haben, weil die Bürger kleinerer Staaten relativ mehr Abgeordnete nach Brüssel schicken. Dies verbietet sich vor allem dann, wenn man dem Parlament mehr Rechte einräumen möchte. Ziel wäre eine EU, die sich auf wenige Kernaufgaben beschränkt, insbesondere auf den Binnenmarkt, den gemeinsamen Schutz der Außengrenzen und die Verteidigung. Das Wachstum der Produktivität war in der EU noch geringer als im Rest der Welt. Seit dem Jahr 2000 stieg das reale Pro-Kopf-Einkommen in Südkorea um 63 Prozent, in den USA um 27 Prozent und sogar in Japan um 17 Prozent. Die Niederlande sind das einzige der größeren EU-Länder, das mit einem Zuwachs von 18 Prozent halbwegs mithalten kann.

Core Learnings
01

Das Wachstum der Produktivität war in der EU noch geringer als im Rest der Welt. Seit dem Jahr 2000 stieg das reale Pro-Kopf-Einkommen in Südkorea um 63 Prozent, in den USA um 27 Prozent und sogar in Japan um 17 Prozent. Die Niederlande sind das einzige der größeren EU-Länder, das mit einem Zuwachs von 18 Prozent halbwegs mithalten kann.

02

Wir stehen somit vor einer Zeitenwende. Hinter uns liegen mehrere Jahrzehnte sinkender Inflation. Jahre sinkender Zinsen und steigender Schulden. Die Corona-Krise beschleunigt nun das ohnehin zu erwartende Endspiel hin zur großen Schuldenmonetarisierung und letztlich zu einer Rückkehr der Inflation.

03

Die Quote der Schulabbrecher sollte EU-weit nicht mehr über zehn Prozent liegen. Deutschland, aber noch mehr Spanien, Portugal und Italien befinden sich deutlich über diesem Niveau.

04

Vor allem müssen wir mit dem Unsinn aufhören, Abgaben von den Bürgern zu erheben und dann in praktisch gleicher Höhe wieder an diese zurückzugeben.

05

Immobilienmarkt einen Aufschwung, weil Banken nichts lieber finanzieren als vermeintlich risikoarme Immobilien.

Top Highlights
"EU erfolgreich in die Zukunft zu führen. Die Reformagenda sollte beinhalten: Steigerung des Wirtschaftswachstums durch Strukturreformen, die diesen Namen verdienen. Weitere zehn Jahre, in denen die EU die selbstgesteckten Ziele nicht erreicht, können wir uns nicht leisten. Priorität auf der Schaffung von Wohlstand durch Ändern der politischen Agenda der EU. Das heutige Zielsystem fokussiert auf Regulierung, Planwirtschaft (siehe Klimapolitik) und Unterdrücken von Wettbewerb. Dezentralisierung statt Zentralisierung von Entscheidungen in Europa. So viel Subsidiarität wie möglich. Programm zur Rückführung von Aufgaben auf das Niveau der Nationalstaaten. Bund von Nationalstaaten statt Superstaat durch Aufgabe der Idee der zunehmenden Zentralisierung. Die Bürger müssen wieder mehr an Entscheidungen beteiligt werden. Mehr statt weniger Wettbewerb zwischen den Mitgliedsländern. Es muss sich lohnen, Initiative zu ergreifen und den eigenen Standort zu stärken. Gerade der intensive Wettbewerb der Länder Europas in den vergangenen Jahrhunderten war ein Grund für den wirtschaftlichen Aufstieg der Region. Wirksame Begrenzung der Zuwanderung durch Schutz der Außengrenzen und Orientierung der Zuwanderungspolitik an den eigenen ökonomischen Interessen. Demokratisierung der Institutionen. Es kann nicht sein, dass die Stimmen der einzelnen Bürger im EU-Parlament unterschiedliche Gewichte haben, weil die Bürger kleinerer Staaten relativ mehr Abgeordnete nach Brüssel schicken. Dies verbietet sich vor allem dann, wenn man dem Parlament mehr Rechte einräumen möchte. Ziel wäre eine EU, die sich auf wenige Kernaufgaben beschränkt, insbesondere auf den Binnenmarkt, den gemeinsamen Schutz der Außengrenzen und die Verteidigung."
"Das Wachstum der Produktivität war in der EU noch geringer als im Rest der Welt. Seit dem Jahr 2000 stieg das reale Pro-Kopf-Einkommen in Südkorea um 63 Prozent, in den USA um 27 Prozent und sogar in Japan um 17 Prozent. Die Niederlande sind das einzige der größeren EU-Länder, das mit einem Zuwachs von 18 Prozent halbwegs mithalten kann."
"Wir stehen somit vor einer Zeitenwende. Hinter uns liegen mehrere Jahrzehnte sinkender Inflation. Jahre sinkender Zinsen und steigender Schulden. Die Corona-Krise beschleunigt nun das ohnehin zu erwartende Endspiel hin zur großen Schuldenmonetarisierung und letztlich zu einer Rückkehr der Inflation."
"Die Quote der Schulabbrecher sollte EU-weit nicht mehr über zehn Prozent liegen. Deutschland, aber noch mehr Spanien, Portugal und Italien befinden sich deutlich über diesem Niveau."
"Vor allem müssen wir mit dem Unsinn aufhören, Abgaben von den Bürgern zu erheben und dann in praktisch gleicher Höhe wieder an diese zurückzugeben."
"Immobilienmarkt einen Aufschwung, weil Banken nichts lieber finanzieren als vermeintlich risikoarme Immobilien."

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