Der tanzende Direktor: Lernen in der besten Schule der Welt
by Verena Friederike Hasel
Was alle Lehrer, mit denen ich in Neuseeland spreche, immer wieder wie ein Mantra erwähnen, ist das neuseeländische Curriculum. Es gilt landesweit und legt die Schlüsselkompetenzen fest, die Kinder im Laufe ihrer Schulzeit entwickeln sollen: Denken, Symbole und Sprache benutzen, zu anderen in Beziehung treten, einen Beitrag leisten und sich selbst managen. In Neuseeland lassen sich die Lehrer, deren Unterricht ich besuche, durchweg verlockende Aufsatzthemen einfallen, »Wenn ich drei Wünsche frei hätte« oder »Wenn ich fliegen könnte«. Sie setzen auf eine Emotionalisierung der Schreiberfahrung, frei nach dem Motto: Liebe geht durch den Magen und Schreiben durchs Herz.
Was alle Lehrer, mit denen ich in Neuseeland spreche, immer wieder wie ein Mantra erwähnen, ist das neuseeländische Curriculum. Es gilt landesweit und legt die Schlüsselkompetenzen fest, die Kinder im Laufe ihrer Schulzeit entwickeln sollen: Denken, Symbole und Sprache benutzen, zu anderen in Beziehung treten, einen Beitrag leisten und sich selbst managen.
In Neuseeland lassen sich die Lehrer, deren Unterricht ich besuche, durchweg verlockende Aufsatzthemen einfallen, »Wenn ich drei Wünsche frei hätte« oder »Wenn ich fliegen könnte«. Sie setzen auf eine Emotionalisierung der Schreiberfahrung, frei nach dem Motto: Liebe geht durch den Magen und Schreiben durchs Herz.
Auch wenn der Unterricht individualisiert und auf die Bedürfnisse des einzelnen Schülers abgestimmt ist: Ein neuseeländischer Lehrer hält die Fäden stets fest in der Hand. Er ist der Regisseur des Unterrichtsgeschehens, lässt sich die Kontrolle keinesfalls nehmen und formuliert klare Erwartungen an die Schüler.
In Deutschland reden wir pausenlos davon, dass Schulen sich ändern müssen, aber dann passiert nur wenig. Weil wir davon ausgehen, dass große Umwälzungen eben viel Zeit erfordern, lassen wir es gemächlich angehen. In Neuseeland lagen zwischen Vorhaben und Umsetzung der großen Schulreform gerade mal 14 Monate.
Schon Erstklässler müssen darauf achten, in Aufsätzen folgende Fragen zu beantworten: Wer, wann, warum, wo und wie. Die persönlichen Lernziele werden vorne in den Schreibheften notiert. Der eine soll daran denken, von links nach rechts zu schreiben, der andere soll größere Lücken zwischen den Wörtern lassen.
"Was alle Lehrer, mit denen ich in Neuseeland spreche, immer wieder wie ein Mantra erwähnen, ist das neuseeländische Curriculum. Es gilt landesweit und legt die Schlüsselkompetenzen fest, die Kinder im Laufe ihrer Schulzeit entwickeln sollen: Denken, Symbole und Sprache benutzen, zu anderen in Beziehung treten, einen Beitrag leisten und sich selbst managen."
"In Neuseeland lassen sich die Lehrer, deren Unterricht ich besuche, durchweg verlockende Aufsatzthemen einfallen, »Wenn ich drei Wünsche frei hätte« oder »Wenn ich fliegen könnte«. Sie setzen auf eine Emotionalisierung der Schreiberfahrung, frei nach dem Motto: Liebe geht durch den Magen und Schreiben durchs Herz."
"Auch wenn der Unterricht individualisiert und auf die Bedürfnisse des einzelnen Schülers abgestimmt ist: Ein neuseeländischer Lehrer hält die Fäden stets fest in der Hand. Er ist der Regisseur des Unterrichtsgeschehens, lässt sich die Kontrolle keinesfalls nehmen und formuliert klare Erwartungen an die Schüler."
"In Deutschland reden wir pausenlos davon, dass Schulen sich ändern müssen, aber dann passiert nur wenig. Weil wir davon ausgehen, dass große Umwälzungen eben viel Zeit erfordern, lassen wir es gemächlich angehen. In Neuseeland lagen zwischen Vorhaben und Umsetzung der großen Schulreform gerade mal 14 Monate."
"Schon Erstklässler müssen darauf achten, in Aufsätzen folgende Fragen zu beantworten: Wer, wann, warum, wo und wie. Die persönlichen Lernziele werden vorne in den Schreibheften notiert. Der eine soll daran denken, von links nach rechts zu schreiben, der andere soll größere Lücken zwischen den Wörtern lassen."
"Lesenlernen in Neuseeland, die erste Lektion: Kinder, die ungern lesen, gibt es nicht. Es gibt nur Kinder, die noch nicht das richtige Buch gefunden haben. Diese Überzeugung teilen alle Lehrer, die ich treffe, und deshalb ist die Frage der Buchauswahl ein wichtiger Teil des Unterrichts."
"Sie haben ihn ebenfalls gesehen, und ein Mädchen will gleich erklären, wie so ein Regenbogen entsteht, doch die Lehrerin legt den Finger auf die Lippen. »Lasst uns jetzt erst einmal darüber reden, wie er auf euch gewirkt hat.« Subjektivität statt Objektivität, Eindrücke statt Fakten."
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