2022

Wir können auch anders: Aufbruch in die Welt von morgen

by Maja Göpel

★★★★★

Unsere Wirklichkeit ist in komplexen Systemen strukturiert, die in sich, aber auch untereinander vernetzt sind. Wenn wir, statt Symptome zu bekämpfen, zu nachhaltigen Veränderungen gelangen wollen, können wir in diesen Systemen deshalb nicht nur einzelne Teile auswechseln. Wir müssen Zusammenhänge verstehen. Startpunkt ist die Klärung, welches Problem denn eigentlich gelöst werden soll und welche Gestalt es hat. Auf der Strecke gilt es, mit unerwarteten Nebenwirkungen zu rechnen. Merke: Wenn etwas aussieht wie ein Teufelskreis, dann steckt der Teufel manchmal nicht im Detail. Sondern im Kreis. Wie können wir in der komplexen Welt, in der wir heute leben, Dinge wenden? Und wie kann uns die Forschung dabei helfen, Lösungen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln? Wo müssen wir ansetzen, um die Strukturen unserer Gegenwart so zu verändern, dass sie der Erreichung unserer Ziele besser dienen, statt ihnen im Weg zu stehen? Wer kann diese Veränderungen anschieben? Die Politik? Die Wirtschaft? Die sogenannten Eliten?

Core Learnings
01

»Where attention goes, energy flows, and where energy flows, life grows« – »Wo die Aufmerksamkeit hingeht, fließt Energie, und wo Energie fließt, wächst Leben«, hat ein systemischer Coach einmal zu mir gesagt. Die Dinge, an die Sie öfter denken, die Sie für wichtig halten, werden den Einsatz Ihrer begrenzten Aufmerksamkeit, Energie und Zeit steuern – und damit zu anderen Ergebnissen führen.

02

Wer mit einem komplexen System zu tun hat, sollte – legen wir die Definition von Donella Meadows zugrunde – vor allem drei Merkmale im Blick haben: erstens seine vernetzte Gestalt, zweitens seine zeitliche Dynamik und drittens seine sogenannte Bestimmung, sein Ziel oder seinen Zweck (im Englischen heißt dieses Merkmal purpose).

03

Der US-amerikanische Umweltaktivist Paul Hawken hat es einmal so formuliert: »Auf die Frage, ob ich pessimistisch oder optimistisch in die Zukunft blicke, ist meine Antwort immer dieselbe. Wenn man sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse (…) ansieht und nicht pessimistisch ist, versteht man die Daten nicht.

04

Die Wirkung einer wissenschaftlichen Prognose bemisst sich also nicht nur daran, wie genau sie vorhersagt, was passieren wird. Sie bemisst sich auch daran, wie gut sie das Verständnis derjenigen erreicht und verändert, die – und das sind wir alle – darüber entscheiden, ob diese Zukunft eintritt oder nicht.

05

Zuerst Aktionismus, dann Konfusion und Ärger, weil es nicht läuft. Am Ende Projektemacherei, Schuldzuweisungen, Dienst nach Vorschrift oder Flucht in Verschwörungstheorien. Ein Blick in unsere Gesellschaft, und wir sehen: Überall ist Tanaland.

Top Highlights
"Unsere Wirklichkeit ist in komplexen Systemen strukturiert, die in sich, aber auch untereinander vernetzt sind. Wenn wir, statt Symptome zu bekämpfen, zu nachhaltigen Veränderungen gelangen wollen, können wir in diesen Systemen deshalb nicht nur einzelne Teile auswechseln. Wir müssen Zusammenhänge verstehen. Startpunkt ist die Klärung, welches Problem denn eigentlich gelöst werden soll und welche Gestalt es hat. Auf der Strecke gilt es, mit unerwarteten Nebenwirkungen zu rechnen. Merke: Wenn etwas aussieht wie ein Teufelskreis, dann steckt der Teufel manchmal nicht im Detail. Sondern im Kreis."
"Wie können wir in der komplexen Welt, in der wir heute leben, Dinge wenden? Und wie kann uns die Forschung dabei helfen, Lösungen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln? Wo müssen wir ansetzen, um die Strukturen unserer Gegenwart so zu verändern, dass sie der Erreichung unserer Ziele besser dienen, statt ihnen im Weg zu stehen? Wer kann diese Veränderungen anschieben? Die Politik? Die Wirtschaft? Die sogenannten Eliten?"
"»Where attention goes, energy flows, and where energy flows, life grows« – »Wo die Aufmerksamkeit hingeht, fließt Energie, und wo Energie fließt, wächst Leben«, hat ein systemischer Coach einmal zu mir gesagt. Die Dinge, an die Sie öfter denken, die Sie für wichtig halten, werden den Einsatz Ihrer begrenzten Aufmerksamkeit, Energie und Zeit steuern – und damit zu anderen Ergebnissen führen."
"Wer mit einem komplexen System zu tun hat, sollte – legen wir die Definition von Donella Meadows zugrunde – vor allem drei Merkmale im Blick haben: erstens seine vernetzte Gestalt, zweitens seine zeitliche Dynamik und drittens seine sogenannte Bestimmung, sein Ziel oder seinen Zweck (im Englischen heißt dieses Merkmal purpose)."
"Der US-amerikanische Umweltaktivist Paul Hawken hat es einmal so formuliert: »Auf die Frage, ob ich pessimistisch oder optimistisch in die Zukunft blicke, ist meine Antwort immer dieselbe. Wenn man sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse (…) ansieht und nicht pessimistisch ist, versteht man die Daten nicht."
"Die Wirkung einer wissenschaftlichen Prognose bemisst sich also nicht nur daran, wie genau sie vorhersagt, was passieren wird. Sie bemisst sich auch daran, wie gut sie das Verständnis derjenigen erreicht und verändert, die – und das sind wir alle – darüber entscheiden, ob diese Zukunft eintritt oder nicht."
"Zuerst Aktionismus, dann Konfusion und Ärger, weil es nicht läuft. Am Ende Projektemacherei, Schuldzuweisungen, Dienst nach Vorschrift oder Flucht in Verschwörungstheorien. Ein Blick in unsere Gesellschaft, und wir sehen: Überall ist Tanaland."

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