2020

App Store Confidential: Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen von Apples wichtigstem Business (German Edition)

von Tom Sadowski

★★★★★

Wie so häufig gibt es auch hier keine magische Formel, aber nach meiner Erfahrung gehören folgende Persönlichkeiten in ein Gründer- oder zumindest ins Managementteam: Der Kundenversteher Jemand der User Interface Design versteht und das Produkt konsequent auf den Kundennutzen hin optimiert. Und das vom Onboarding bis zur Abokündigung. Gute Apps sind nicht überladen, sondern fokussieren auf das, was der Nutzer von ihnen erwartet. Sie sind intuitiv in der Bedienung sowie gefällig und modern im Design. Der Kundenversteher muss in der Lage sein, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, um damit den Programmierern und den Nutzern Zeit zu sparen. Der Programmierer Jemand, der das technische Front- und Backend versteht und von vorneherein effizient, flexibel und in die Zukunft gerichtet bauen kann. Er sollte über ausreichend Programmiererfahrung in Swift verfügen und am besten bereits ein paar Apps programmiert haben. Ich habe selten herausragende Apps von ganz neuen Programmierern gesehen. Der Verkäufer Jemand, der nicht nur das Produkt, sondern auch die Vision optimal nach außen verkaufen und andere inspirieren kann. Er muss verstehen, wann man mit wem wie sprechen muss, um andere für die Sache zu gewinnen. Im Idealfall verfügt sie oder er bereits über ein großes Netzwerk. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Gründer alle drei Bereiche beherrscht – manchmal zwei –, und würde daher dringend dazu raten, zunächst das Team zu komplettieren, bevor es richtig losgeht. Im Durchschnitt werden 65 Prozent4 der Downloads über die Suche generiert. Zweitstärkster Kanal sind die Referrals, also Direktlinks zu den Apps im Store über In-App-Werbung und sonstige externe Kanäle. Das heißt, die meisten Kunden stöbern gar nicht im Store, sondern suchen gezielt nach Apps oder werden über Werbung außerhalb des Stores zu Apps weitergeleitet. Bei über 500 Millionen wöchentlichen Besuchern5 ist ein App-Store-Feature natürlich trotzdem ein schöner Booster und, wie gesagt, komplett kostenlos. Nach welchen Kriterien werden Apps also gefeaturt6? Hier die wesentlichen in der Übersicht:

Core Learnings
01

Die Denkweise „Reach First, Monetization Later“ bringt mehrere Probleme mit sich: Das Produkt wird nicht auf Monetarisierung hin gebaut, wodurch die spätere Montetarisierung oft nicht intuitiv ist. Das Produkt enttäuscht Kundenerwartungen, wenn es zuerst kostenlos ist und dann plötzlich kostenpflichtig wird. Ihr lernt nicht, was funktioniert und was nicht. Entwickler, die Monetarisierung

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Im Durchschnitt werden 65 Prozent4 der Downloads über die Suche generiert. Zweitstärkster Kanal sind die Referrals, also Direktlinks zu den Apps im Store über In-App-Werbung und sonstige externe Kanäle. Das heißt, die meisten Kunden stöbern gar nicht im Store, sondern suchen gezielt nach Apps oder werden über Werbung außerhalb des Stores zu Apps weitergeleitet.

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Die Denkweise „Reach First, Monetization Later“ bringt mehrere Probleme mit sich: Das Produkt wird nicht auf Monetarisierung hin gebaut, wodurch die spätere Montetarisierung oft nicht intuitiv ist. Das Produkt enttäuscht Kundenerwartungen, wenn es zuerst kostenlos ist und dann plötzlich kostenpflichtig wird. Ihr lernt nicht, was funktioniert und was nicht.

04

Für den Contentanbieter bedeutet das: Er muss Wege suchen, uns den Content so einfach und relevant wie möglich zu präsentieren. Einfach ist etwas, wenn ich mich nicht darum kümmern muss, sondern andere das für mich erledigen. Relevant ist etwas, wenn es mir zur richtigen Zeit am richtigen Ort angeboten wird und in diesem Moment für mich nützlich ist.

05

Zuletzt gibt es noch den Suche Tab, über den die meisten Transaktionen generiert werden. Im Durchschnitt werden 65 Prozent der Downloads über Suchanfragen generiert13, das heißt, Nutzer suchen konkret nach App- oder Entwicklername (sogenannte „navigational searches“) oder bestimmten Funktionen und Features (sogenannte „functional searches“).

Top Highlights
"Wie so häufig gibt es auch hier keine magische Formel, aber nach meiner Erfahrung gehören folgende Persönlichkeiten in ein Gründer- oder zumindest ins Managementteam: Der Kundenversteher Jemand der User Interface Design versteht und das Produkt konsequent auf den Kundennutzen hin optimiert. Und das vom Onboarding bis zur Abokündigung. Gute Apps sind nicht überladen, sondern fokussieren auf das, was der Nutzer von ihnen erwartet. Sie sind intuitiv in der Bedienung sowie gefällig und modern im Design. Der Kundenversteher muss in der Lage sein, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, um damit den Programmierern und den Nutzern Zeit zu sparen. Der Programmierer Jemand, der das technische Front- und Backend versteht und von vorneherein effizient, flexibel und in die Zukunft gerichtet bauen kann. Er sollte über ausreichend Programmiererfahrung in Swift verfügen und am besten bereits ein paar Apps programmiert haben. Ich habe selten herausragende Apps von ganz neuen Programmierern gesehen. Der Verkäufer Jemand, der nicht nur das Produkt, sondern auch die Vision optimal nach außen verkaufen und andere inspirieren kann. Er muss verstehen, wann man mit wem wie sprechen muss, um andere für die Sache zu gewinnen. Im Idealfall verfügt sie oder er bereits über ein großes Netzwerk. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Gründer alle drei Bereiche beherrscht – manchmal zwei –, und würde daher dringend dazu raten, zunächst das Team zu komplettieren, bevor es richtig losgeht."
"Im Durchschnitt werden 65 Prozent4 der Downloads über die Suche generiert. Zweitstärkster Kanal sind die Referrals, also Direktlinks zu den Apps im Store über In-App-Werbung und sonstige externe Kanäle. Das heißt, die meisten Kunden stöbern gar nicht im Store, sondern suchen gezielt nach Apps oder werden über Werbung außerhalb des Stores zu Apps weitergeleitet. Bei über 500 Millionen wöchentlichen Besuchern5 ist ein App-Store-Feature natürlich trotzdem ein schöner Booster und, wie gesagt, komplett kostenlos. Nach welchen Kriterien werden Apps also gefeaturt6? Hier die wesentlichen in der Übersicht:"
"Ich denke, dieses Beispiel beschreibt ganz gut, was mich antreibt. Ich war schon immer ein Wofür-Mensch. Wenn ich weiß, wofür ich etwas tue, kann ich Berge versetzen. Wenn ich aber den Sinn nicht erkenne, fällt es mir sehr schwer, überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. Mir ist es bis heute ein absolutes Rätsel, wie man über Jahre hinweg einen Job machen kann, ohne zu wissen, wofür. Glaubt mir, es gibt eine Menge Leute da draußen, die das tun – und ich meine mit wofür nicht „Geld verdienen“. Wahrscheinlich gehört ihr, die ihr dieses Buch lest, gerade nicht dazu."
"Aus beruflicher Sicht sehe ich das etwas anders. Wissen ist nicht mehr an ein Studium gekoppelt, und ebenso wie in der Schule lernst du auch an der Uni eine Menge Dinge, die du später nicht brauchst. Wenn du eine Corporate-Karriere anstrebst, ist ein Studium häufig noch Voraussetzung. Wenn du aber bereits eine starke Geschäftsidee hast, gründen willst und bereit bist, ein paar tolle Studienjahre dafür zu opfern, dann ist Learning by Doing wohl der schnellere Weg, als ein paar Jahre mit teils unnützem Wissen zu vergeuden."
"Der Harvard-Marketingprofessor Theodore Levitt pflegte seinen Studenten zu sagen: „Die Kunden wollen eigentlich keinen Bohrer, sondern ein Loch in der Wand.“ Ich würde heute noch ein paar Schritte weiter gehen. Sie wollen kein Loch in der Wand, sondern ein Regal aufhängen. Vielleicht wollen sie aber auch nur Stauraum für ihre Bücher, und das Regal ist nicht die beste Option. Und ganz vielleicht brauchen sie gar keine physischen Bücher mehr und somit weder Bohrer noch Regal."
"Bis dahin stellt sich die Frage: Wie könnt ihr aus eurer App einen Coach oder Assistenten machen? Welche Fragen würde ein realer Coach euren Kunden stellen, und welche Fragen stellt eure App? Wann stellt eure App diese Fragen? Sind sie kontextrelevant? Welche Preise und wie viele Preisoptionen würde ein realer Coach anbieten? Und gibt es physische Coaches, die es digital aktuell noch nicht gibt? Von"
"Die Denkweise „Reach First, Monetization Later“ bringt mehrere Probleme mit sich: Das Produkt wird nicht auf Monetarisierung hin gebaut, wodurch die spätere Montetarisierung oft nicht intuitiv ist. Das Produkt enttäuscht Kundenerwartungen, wenn es zuerst kostenlos ist und dann plötzlich kostenpflichtig wird. Ihr lernt nicht, was funktioniert und was nicht. Entwickler, die Monetarisierung"
Action Items
  • →Testet nicht nur die wichtigsten Use Cases eurer App, sondern die komplette Experience von Suche und Download über Onboarding und Aboabschluss bis Kündigung.
  • →Testet nicht nur die wichtigsten Use Cases eurer App, sondern die komplette Experience von Suche und Download über Onboarding und Aboabschluss bis Kündigung.

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