Wild Child: Entwicklung verstehen, Kleinkinder gelassen erziehen, Konflikte liebevoll lösen
von Eliane Retz
Es ist wichtig, die kindlichen Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Eltern können dann einfach benennen, was soeben passiert ist: »Du hast dich gerade richtig erschreckt.« Gut ist auch das Bekunden von Verständnis: »Ich verstehe dich, ich wäre an deiner Stelle auch aufgeregt, wenn Bär nicht mehr da ist.« Es geht also darum, das kindliche Befinden beziehungsweise die emotionale Verfassung des Kindes kurz zu spiegeln und ihm dabei dennoch maximale Sicherheit zu vermitteln. Es ist gut, wenn Eltern den unsichtbaren Freund willkommen heißen. Wenn sie mit dem Kind über dessen Charakter und Eigenheiten sprechen, denn auf diese Weise werden sie viel über die kindliche Gefühlswelt erfahren. Imaginäre Freunde sind ein Zeichen für Fantasie und letztlich auch für die sich entwickelnde Empathie des Kindes. Das Kind übt damit den Perspektivwechsel, indem es sich in die Innenwelt des Freundes hineinversetzt.
Kinder kooperieren andauernd mit ihren Eltern, häufig wird dies aber nicht gesehen oder als Selbstverständlichkeit betrachtet. Doch wenn zum Beispiel ein ins Spiel vertiefte Kind dieses bereitwillig unterbricht, weil die Eltern zu einem Termin aufbrechen möchten oder zum Abendessen rufen, dann ist das tatsächlich großes Kooperationskino.
Je öfter ein Kind hört, welche emotionale Reaktion gerade ausgelöst wurde, desto besser wird es mit seinen Gefühlen vertraut und fängt an, diese selbst zu benennen. Dies ist der erste Schritt einer guten Selbstregulation, denn wenn man »checkt«, was innerlich gerade passiert, ist man seinen Gefühlen nicht mehr so hilflos ausgeliefert.
Eltern können ihren Sprössling einfach fragen, wie das mit dem Spielen geht: »Ich weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll mit dem Klötzchen. Hast du eine Idee?« Natürlich wird das Kind eine Idee haben und eine Riesenfreude spüren, dass es den Eltern, die doch sonst über so viele Bereiche bestimmen, etwas zeigen kann.
Ein Kind in der Autonomiephase muss die wichtige Erfahrung machen, liebenswert zu sein, auch wenn es sich »unbequem« verhält. Es ist essenziell, dass es sich genau in diesen unkooperativen Momenten gehalten und verstanden fühlt. Hier können wir als Eltern das Kind unsere bedingungslose Liebe spüren lassen.
In Studien hat sich zum Beispiel gezeigt, dass es sich negativ auswirkt, wenn Kinder Lob nicht für ihr Handeln, sondern für bestimmte Eigenschaften erhalten – also zum Beispiel ihre Intelligenz, ihre Geschicklichkeit, ihr Talent oder ihr gutes Aussehen.
"Es ist wichtig, die kindlichen Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Eltern können dann einfach benennen, was soeben passiert ist: »Du hast dich gerade richtig erschreckt.« Gut ist auch das Bekunden von Verständnis: »Ich verstehe dich, ich wäre an deiner Stelle auch aufgeregt, wenn Bär nicht mehr da ist.« Es geht also darum, das kindliche Befinden beziehungsweise die emotionale Verfassung des Kindes kurz zu spiegeln und ihm dabei dennoch maximale Sicherheit zu vermitteln."
"Es ist gut, wenn Eltern den unsichtbaren Freund willkommen heißen. Wenn sie mit dem Kind über dessen Charakter und Eigenheiten sprechen, denn auf diese Weise werden sie viel über die kindliche Gefühlswelt erfahren. Imaginäre Freunde sind ein Zeichen für Fantasie und letztlich auch für die sich entwickelnde Empathie des Kindes. Das Kind übt damit den Perspektivwechsel, indem es sich in die Innenwelt des Freundes hineinversetzt."
"Kinder kooperieren andauernd mit ihren Eltern, häufig wird dies aber nicht gesehen oder als Selbstverständlichkeit betrachtet. Doch wenn zum Beispiel ein ins Spiel vertiefte Kind dieses bereitwillig unterbricht, weil die Eltern zu einem Termin aufbrechen möchten oder zum Abendessen rufen, dann ist das tatsächlich großes Kooperationskino."
"Je öfter ein Kind hört, welche emotionale Reaktion gerade ausgelöst wurde, desto besser wird es mit seinen Gefühlen vertraut und fängt an, diese selbst zu benennen. Dies ist der erste Schritt einer guten Selbstregulation, denn wenn man »checkt«, was innerlich gerade passiert, ist man seinen Gefühlen nicht mehr so hilflos ausgeliefert."
"Eltern können ihren Sprössling einfach fragen, wie das mit dem Spielen geht: »Ich weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll mit dem Klötzchen. Hast du eine Idee?« Natürlich wird das Kind eine Idee haben und eine Riesenfreude spüren, dass es den Eltern, die doch sonst über so viele Bereiche bestimmen, etwas zeigen kann."
"Ein Kind in der Autonomiephase muss die wichtige Erfahrung machen, liebenswert zu sein, auch wenn es sich »unbequem« verhält. Es ist essenziell, dass es sich genau in diesen unkooperativen Momenten gehalten und verstanden fühlt. Hier können wir als Eltern das Kind unsere bedingungslose Liebe spüren lassen."
"In Studien hat sich zum Beispiel gezeigt, dass es sich negativ auswirkt, wenn Kinder Lob nicht für ihr Handeln, sondern für bestimmte Eigenschaften erhalten – also zum Beispiel ihre Intelligenz, ihre Geschicklichkeit, ihr Talent oder ihr gutes Aussehen."
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